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Über uns - Das Jubiläumsjahr 2009

Vierzig Jahre  des Bestehens eines Kindergartens ist etwas Besonderes: 1969 wurde der Waldorfkindergarten in Vogelstang gegründet. Die Kinder, die ihn nach drei Jahren verließen, hatten  Eltern, die eine konsequente Weiterführung der Pädagogik Rudolf Steiners auch nach der Kindergartenzeit wünschten und aus diesem Impuls entstand 1972 die Waldorfschule in Neckarau und gleichzeitig ein zweiter Waldorfkindergarten.

Viele Jahre verbrachten die beiden Kindergärten unter dem Dach des Waldorfschulvereines  und ein großer Teil ihrer Kinder ging und geht dort zur Schule. Mittlerweile ist die interkulturelle Waldorfschule in Mannheim – Neckarstadt gegründet und bietet vielen unserer Kinder, eine weitere Möglichkeit eine Waldorfschule zu besuchen.

Die Freizeitschule in Mannheim – Neckarau mit ihren Mütter-Kleinkind Kursen bereitet sehr häufig den Boden für den Besuch der Waldorfkindergärten. Die Entwicklung der Kinder und ihre Begleitung durch die Waldorfpädagogik wurde vielen Eltern ein Anliegen.

Doch auch die Bedürfnisse der Eltern nach längeren Öffnungszeiten nahmen im Laufe der Jahre zu. Um den Eltern und vor allem den Kindern gerecht zu werden, schuf der Waldorfkindergarten Vogelstang  zu Beginn der neunziger Jahre eine Ganztagesgruppe mit zwanzig Kindern, die von 7 bis 16:30 Uhr geöffnet ist. Aller Anfang ist schwer und es sprach sich erst langsam herum, daß es auch in einem Waldorfkindergarten  eine Ganztagesgruppe gibt. Mit viel Energie haben Eltern die räumliche Gestaltung dieser Gruppe in die Hand genommen und das Ergebnis kann sich noch immer sehen lassen: Eine geräumige Wohnküche, in der die Kinder mit den Erzieherinnen selbst kochen und zusammen essen, ein großer heller Gruppenraum zum Spielen und ein einladendes Schlafzimmer für die Mittagsruhe.

Zwei weitere Gruppen mit Platz für je zwanzig Kindern sind in diesem Kindergarten zu Hause. Sie  sind geöffnet von  sieben bis vierzehn Uhr. In den vergangenen Jahren durfte man in der  Kindergemeinschaft auch das eine  oder andere seelenpflegebedürftige Kind spielen sehen.

Jetzt kommen die Kinder unter drei Jahren auf uns zu  und konfrontieren uns mit konkreten Betreuungsbedürfnissen. Daraus entstand dienstags und mittwochs von 9:00–10:30 Uhr eine Elternkindgruppe, in der die Eltern Waldorfpädagogik gemeinsam mit ihren Kindern direkt erleben. Daraus ist der Wunsch entstanden, sobald als möglich eine Kleinkindgruppe in unseren Räumen zu eröffnen. In kleinen Schritten setzen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten das schon jetzt um. 

So zeigen sich im Waldorfkindergarten Vogelstang aktuelle Gesellschaftsentwicklungen, die noch verstärkt wurden durch den Anspruch eines jeden Kindes ab drei Jahren auf einen Kindergartenplatz.

Der Kindergartenbereich hat in den vergangenen Jahren eine deutliche Aufwertung bekommen. Bewußt wurde, wie grundlegend  für die gesamte Persönlichkeitsbildung die Entwicklung der Kinder im Kindergartenalter ist. Die Erkenntnis, daß Menschen, die in ihren ersten Lebensjahren eine stabile, sie begleitende und unterstützende Umgebung erfahren haben, weit eher in der Lage sind, sich bewußt mit den gesellschaftlichen Anforderungen und Konfrontationen auseinanderzusetzen, hat sich durchgesetzt. Bildungsziele wurden für das Kindergartenalter formuliert und im Projekt “Orientierungsplan und seine Implementierung im Kindergarten“ umgesetzt. In einer Zeit, in der viele Eltern in ihren Erziehungskompetenzen verunsichert sind, gewinnt die Institution Kindergarten an Bedeutung. Doch schon längst ist klar, dass entscheidende Entwicklungen des Menschen in  den ersten drei Lebensjahren stattfinden. Eine liebevoll gestaltete Umgebung mit verlässlichen Bezugspersonen und einem rythmischen auf das kleine Kind zugeschnittenen Tageslauf ist daher ein „Muß“ für jede Kleinkindbetreuung. An diesem Punkt der Umsetzung steht unser Kindergarten mit engagierten Erzieherinnen und Eltern.

Die Finanzgestaltung war immer schon Ausdruck des gesellschaftlichen Willens und so auch hier: Der Versuch, die Bezuschußung kontinuierlich den wachsenden Bedürfnissen anzupassen, wird unternommen. Neue Kindergärten wurden gebaut und nun liegt der Schwerpunkt in der Gestaltung der Kleinkindbetreuung. 

Als krönenden Abschluß möchte ich stellvertretend für alle Kinder unseres Kindergartens auch ein herzliches Dankeschön an alle Eltern, Erzieherinnen und Freunde unsres Kindergartens sagen für ihren Einsatz und ihre Begeisterung, diese Kindergartenzeit für ihre Kinder so schön wie möglich zu gestalten.

Danke schön!!!

Cornelia Burk

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